Bayerischer Qualitätspreis 2011

Carl Stahl GmbH München überzeugt Jury

Die Carl Stahl GmbH München hat den Bayerischen Qualitätspreis 2011 in der Kategorie Handwerk gewonnen. Geschäftsführer Rupert Hutterer hat die 1993 erstmals vergebene Auszeichnung am 15. März entgegengenommen.

In seiner Laudatio betonte Bayern Wirtschaftsminister Martin Zeil, das 1629 als Hanfseilerei gegründete Unternehmen stehe für exzellente Qualität und kurze Lieferzeiten bei hoher Termintreue. Die Qualitätsansprüche des Unternehmens, das heute mit 80 Mitarbeitern vor allem Lastaufnahmemittel, Spezialseile für Großunternehmen wie KraussMaffei, Audi oder BMW fertigt, erfüllten und übertreffen bereits heute die hohen Standards künftiger, europaweiter Normen.

Dieses Engagement, das nun mit dem Qualitätspreis gewürdigt wurde, führt Hutterer vor allem auf die hohen Zertifizierungskriterien zurück, die Konzerne in der Zusammenarbeit mit Lieferanten fordern. Carl Stahl München als einst königlicher Hoflieferant habe immer den Anspruch und Ehrgeiz besessen, auch für die Besten zu arbeiten. Voraussetzung hierfür, so der Geschäftsführer, sind hochqualifizierte Mitarbeiter.
Mit einer Ausbildungsquote von 22 Prozent liegt der Handwerksbetrieb weit über dem Branchendurchschnitt und bietet vielen jungen Leuten die Möglichkeit, eine erstklassige Qualifizierung zu durchlaufen. Ein Arbeitshandbuch, das die qualitätsbezogenen Daten aller Prozessschritte in einheitlichen Standards beschreibt, ist fester Bestandteil aller Arbeitsstationen und dient als verbindliches Element auf Mitarbeiterebene.

In der Kategorie Handwerk setzte sich Carl Stahl gegen rund 30 Mitbewerber durch. Insgesamt wird der Preis in den vier Kategorien Industrie, Handwerk, Dienstleistung und kommunale Wirtschaft vergeben.

Das durchgängige Qualitätsdenken bei Carl Stahl zeigt sich im Detail: Die Mitarbeiter stempeln zum Beispiel alle sicherheitsrelevanten Schweißnähte in einem Begleitdokument, so dass sich jeder Fehler auf seinen Verursacher zurückverfolgen lässt.
„Diese umfassenden Prüfprozesse und redundanten Prüfsysteme garantieren für die hochmodernen Betriebsmittel auch im Zwei-Schicht-Betrieb fehlerfreie, stabile Fertigungsprozesse“, sagt Prokurist Rolf Härtl.

In wöchentlichen Besprechungen werden vor allem Kritik und Fehler besprochen, um Schwachstellen zu eliminieren und in einem permanenten Verbesserungsprozess zu bleiben. Mit dieser offenen Firmenkultur wurde Carl Stahl München längst zum führenden Anbieter auf dem Gebiet der Seil- und Hebetechnik, insbesondere von Lastaufnahmemitteln und Kränen. Das Münchner Traditionsunternehmen fertigt Individual- und Sonderlösungen bis zu einer Tragkraft von 250 Tonnen, wie sie in Press- oder Stahlwerken international zum Einsatz kommen.
2010 erzielte das Unternehmen am Standort München zehn Millionen Euro Umsatz. Im laufenden Jahr rechnet Hutterer mit einem Plus von zehn Prozent. Zu Jahresbeginn hatten die Münchner einen Mitbewerber in Regensburg mit zehn Mitarbeitern übernommen, der nun auch unter Carl Stahl firmiert. In der gesamten Gruppe mit Stammsitz in Süßen erzielt das Unternehmen international mit 1200 Mitarbeitern 230 Millionen Euro Umsatz.